Im Herbst 2004 zog Kai Wendland den Schlüssel für das Kontor am Holzhafen zum ersten Mal aus der Tasche — damals noch mit Dachschaden, ohne Heizung, und mit dem festen Vorsatz, hier weder eine Kneipe noch ein Restaurant einzurichten.
Zwanzig Jahre später liegt zwischen dem Tresen aus Eichenbohlen und der Wand aus Feldstein ein Betrieb, der sich irgendwo dazwischen eingerichtet hat. Mittags Kaffee und ein guter Kuchen. Abends ein ordentlich gerührter Drink und etwas, das man dazu essen kann, ohne sich umzuziehen.
Das Team ist klein. Jonas Priebe steht seit 2017 hinter der Bar, Katrin Voß seit 2019 in der Küche. Die meisten Flaschen auf dem Rückboard stammen aus Mecklenburg und Schleswig-Holstein — nicht aus Prinzip, sondern weil sie gut sind.
Wer zum ersten Mal hier ist: Setzen Sie sich rechts ans Fenster, bestellen Sie den Holzhafen Sour, und lassen Sie sich Zeit. Die Kogge fährt erst um zehn.